Dresden
 

Wiederaufbau Neumarkt

In den nächsten Jahren ist der Wiederaufbau des Neumarkt-Gebietes ein zentrales Thema der Dresdner Stadtentwicklung. Das Ambiente soll nach dem Wiederaufbau eine Synthese von historischen Leitbauten und modernen Ergänzungen sein, die dem Zustand des Platzes vor der Zerstörung durch den Krieg entspricht. Bis zur Weihe der Frauenkirche und bis zur 800-Jahrfeier soll ein Impuls für die Entwicklung der Inneren Altstadt spürbar werden. Die Landeshauptstadt stellte dafür die Weichen, optimierte die Verfahrensabläufe und setzte zur Koordinierung der Bauabläufe einen externen Projektsteuerer, die STESAD ein.

In den vergangenen Jahren wurde zügig begonnen, um die Sanierungsziele zu erreichen. Der Gesamtförderrahmen beträgt 25,6 Mio. Euro. Bund, Land und Stadt teilen sich die Kosten. Am 4. April 2003 begann der Bau der Tiefgarage mit 412 Plätzen durch einen privaten Bauherrn und Betreiber. Damit wird neben der Lösung des Stellplatz-Bedarfes in zentraler Lage zugleich die weitgehend verkehrsfreie Gestaltung des Neumarktes möglich. Der Platz über der Tiefgarage soll bis Oktober 2005 gestaltet werden. Die Stadt schafft hierfür die Rahmenbedingungen. Ver- und Entsorgungsleitungen werden um- und neu verlegt.

Gleichzeitig werden betroffene Straßen ausgebaut, so insbesondere die Landhausstraße und die Galeriestraße. Die Frauenstraße und die Kleine Kirchgasse sollen in Verbindung mit der Moritzstraße neu angelegt werden, ebenfalls angelegt und ausgebaut werden die Töpferstraße und große Teile des Platzes.

Verkehrsplanung

Der zentrale Platz wird ein Platz für die Fußgänger sein und von gebietsfremdem Durchgangsverkehr frei gehalten. Anlieger und Hotels erhalten Zufahrts- und Anlieferungsmöglichkeiten. Einige Straßen - wie die Schießgasse, die Landhausstraße und die Rampische Straße bis zur Einfahrt in die Tiefgarage des Polizeipräsidiums - werden allgemein zugängliche Fahrstraßen. Der überwiegende Teil der Straßen und Gassen am Neumarkt wird verkehrsberuhigt.

Lichtkonzept

Entlang der Gehbahn beleuchten Dresdner Gaskandelaber mit Elektrolampen die Fassaden und den Platz. Die Platzmitte und die Frauenkirche sollen von den umliegenden Dächern angestrahlt werden. Die Denkmale erhalten eine sparsame Akzentbeleuchtung. An den Straßen sind überwiegend Ausleger vorgesehen. In Ausnahmefällen werden Abspannungen eingesetzt.

Pflasterung

Die Freianlage soll ein harmonischer Platz mit teppichartiger Pflasterung aus Großpflaster werden. Gebäude werden durch Granitplatten abgegrenzt, Platz- bzw. Straßenflächen erhalten Granitbreitborde. Die Bordanschlaghöhe auf dem Platz und an den umgebenden Straßen wird in der Regel drei Zentimeter, in den anderen Straßen acht bis zwölf Zentimeter betragen. Es wird behindertengerecht gebaut.

Stadtrat bestätigte Konzept

Am 17. Januar 2002 bestätigte der Stadtrat das städtebaulich-gestalterische Konzept für den Neumarkt. Der Platz und die umliegenden Straßen und Gassen sollen "dem räumlichen Bild des Vorkriegszustandes entsprechend, als Synthese aus maßstabsbildenden Leitbauten und modernen Ergänzungen wiederentstehen". Kleinteiligkeit und Nutzungszuordnung sowie die "Berücksichtigung der Zeugnisse der Geschichte sind weitere Prämissen der Planung".

Mit der förmlichen Festlegung des Sanierungsgebietes im November 2002 schuf der Stadtrat die baurechtlichen und finanziellen Voraussetzungen zum zügigen Erreichen der Sanierungsziele. Die Stadt übernimmt dabei die Verantwortung, dass städtebauliche Mängel und Funktionsschwächen beseitigt werden. Dazu werden städtische Mittel zur Finanzierung der Entwicklung bereitgestellt. Das Regierungspräsidium Dresden nahm das Sanierungsgebiet auf Antrag der Landeshauptstadt Dresden bereits 2002 in das Bund-Länder-Programm "Städtebauliche Erneuerung" auf. Die Entwicklung des Neumarktgebietes finanziert sich so zu je einem Drittel von Bund, Land und Stadt.

Der Wiederaufbau des Neumarktgebietes trägt wesentlich zur Entwicklung einer lebendigen und attraktiven Innenstadt bei. Der berühmten historischen Altstadt verpflichtet und mit Blick auf die künftigen Anforderungen an sein Stadtzentrum stellt sich Dresden mit großem Engagement dieser Aufgabe.

Verwendete Quelle: Landeshauptstadt Dresden


 

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