Dresden
 

Lingnerschloss Dresden

Lingnerschloss Dresden

Das Lingnerschloss, ehemals Villa Stockhausen, ist das mittlere der drei Elbschlösser.

Westlich neben ihm steht das Schloss Albrechtsberg und östlich Schloss Eckberg. Das Lingnerschloss befindet sich etwa 3 Kilometer östlich vom Stadtzentrum, am Elbhang der nördlichen Elbseite. Schloss und Park sind für die Öffentlichkeit frei zugänglich.

Erbaut wurde es 1850–1853 als Villa Stockhausen im klassizistischen Stil von Landbaumeister Adolph Lohse auf einem ehemaligen Weinbergsgrundstück. Auftraggeber war Prinz Albrecht von Preußen der es als Wohnsitz für seinen Kammerherrn Baron von Stockhausen errichten ließ. Villa Stockhausen wurde im Zusammenhang mit dem benachbarten Schloss Albrechtsberg, in welchem Prinz Albrecht wohnen wollte, erbaut. Bis zur Fertigstellung des Schlosses Albrechtsberg wohnte der Prinz jedoch selbst in dem Gebäude. Am Schloss wurde ein weitläufiger Park, am Elbhang wieder ein Weinberg angelegt.

Nachdem im Jahr 1891 der Dresdner Nähmaschinenfabrikant Bruno Naumann das Schloss erworben hatte, gelangte es im Jahr 1906 in den Besitz des Unternehmers Karl August Lingner nach welchem das Lingnerschloss nun benannt wurde. Lingner hatte durch den Verkauf seines "Odol" Mundwassers ein großes Vermögen errungen.

Er gründete mehrere soziale Einrichtungen und organisierte die I. Internationale Hygieneausstellung von 1911 in Dresden, die großes Interesse und Beachtung erfuhr. Von ihm stammt die Idee zur Gründung und Bau des Deutschen Hygienemuseums.

Als besondere Attraktion entstand eine Standseilbahn vom Schloss ins Elbtal, die im Jahr 1933 größtenteils wieder demontiert wurde. Die Bergstation und Trassenführung sind aber noch bis heute erhalten geblieben. Weiterhin errichtete er das Mausoleum im Park in dem er 1921 beigesetzt wurde. Laut Testament ging das Anwesen nach seinem Tod in den Besitz der Stadt über, mit der Bedingung, das Lingnerschloss für die Bevölkerung frei zugänglich zu machen.

In der DDR-Zeit wurde das Schloss vom damaligen Kulturbund für Veranstaltungen genutzt. Leider ging beim Umbau des Gebäudes in den Jahren 1956-1957 ein beachtlicher Teil der historischen Innenausstattung verloren. Ab 1993 stand das Gebäude leer.

Im Jahr 2002 gegründete sich der Förderverein Lingnerschloss e.V. der sich für eine Sanierung und für eine erneute Nutzung einsetzte. Ein Teil der Räume werden später ein Restaurant und ein Kaffee aufnehmen, eine Terrassenwirtschaft ist ebenso geplant. Weitere Räume sollen für Veranstaltungen, Ausstellungen, Tagungen und einer Bibliothek zur Verfügung stehen. Die Sanierungsarbeiten begannen im Jahr 2004. Seitdem finden im Lingnerschloss wissenschaftlich, kulturelle Veranstaltungen und Tagungen statt. Während der Sommermonate wird die Freiterrasse gastronomisch genutzt. Die Wiedereröffnung des Restaurants ist für Herbst 2008 geplant.




Verkehrsanbindung
Haltestelle: Elbschlösser,
Straßenbahnlinie: 11

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