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Frauenkirche Dresden
Sie ist eines der Wahrzeichen von Dresden. Nicht zuletzt wegen
ihrer mächtigen, freitragenden Sandsteinkuppel, ist die Frauenkirche der
bedeutendste barocke protestantische Kirchbau in Deutschland.
Nach dem Krieg lobten Zeitzeugen immer wieder die
hervorragende Akustik des Kirchenraumes. Doch davon kann man
sich im Jahre 2005, wenn der Wiederaufbau der Frauenkirche
abgeschlossen sein wird, selbst überzeugen. Schon jetzt können
Neugierige an Führungen teilnehmen oder die gelegentlich
stattfindenden Konzerte in den Gewölben besuchen.
Geschichte
1722 begann Ratszimmermeister George Bähr, auf Grundlage
eines nicht genehmigten Entwurfes des Oberlandbaumeisters
Johann Christoph Knöfel, mit den Planungen. Die
Grundsteinlegung erfolgte am 26. August 1726. Der Bau der
Frauenkirche dauerte bis 1734.
Heftige Streitereien zwischen Bausachverständigen
veranlassten den Rat zwischendurch die Arbeiten zu unterbrechen.
August der Starke, Kurfürst von Sachsen, entschied für den Weiterbau
nach Bährs Konzept.
1738 stirbt George Bähr noch vor Vollendung
seines Werkes. Er wird nicht in der Frauenkirche, wie es sein Wunsch war,
sondern auf dem Johannisfriedhof beigesetzt. Erst 1854 werden
seine sterblichen Überreste überführt. Am 27. Mai 1743
erfolgte die Aufsetzung des Turmkreuzes.
1760, während des 7-jährigen Krieges, übersteht die Frauenkirche
trotz mehrerer Treffer die Beschießung bei der Belagerung Dresdens
durch die Preussen.
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Statische Untersuchungen von 1938 weisen Bährs Irrtum nach, daß sich die
Last der Kirchenkuppel auf die
Außenmauern verteilt. Die Last lag auf den Pfeilern und war um ein vielfaches zu hoch.
Mehrere Sicherungsarbeiten wurden notwendig.
Die Bombardierung Dresdens vom 13. Februar 1945 übersteht die Frauenkirche
vorerst ohne größere Schäden. Der Funkenflug der brennenden Stadt aber
dringt durch die geborstenen Scheiben des Gotteshauses und setzt die
Inneneinrichtung in Brand. Das Feuer breitet sich bis in die Katakomben
aus, wo kurz zuvor ein umfangreiches Filmarchiv eingelagert worden
war. Das Material geriet sehr schnell in Brand, die Filmdosen entfachten eine
gewaltige Hitze welche die Kirche von innen ausglühte. Am
Vormittag des 15. Februar 1945, zwei Tage nach dem Angriff,
bricht die Kirche in sich zusammen.
Nach dem Krieg galt der Trümmerberg der Frauenkirche als
Mahnmal an die zehntausenden Opfer der Bombardierung. Am 13.
Februar 1990, dem 45. Jahrestag des Angriffs, gründete sich
eine Bürgerinitiative zum Wiederaufbau. Im Januar 1993 begann
die archäologischen Entrümpelung, am 27. Mai 1994 erfolgte
die Symbolische Grundsteinlegung zum archäologischen
Wiederaufbau der Frauenkirche, der im Oktober 2005
abgeschlossen sein soll.
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Verkehrsanbindung
Haltestelle: Altmarkt,
Straßenbahn: 1, 2, 4
Haltestelle: Pirnaischer Platz
Straßenbahn: 1, 2, 3, 4, 7, 12
Bus: 75
Literatur-Tips hier...
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